Erlebe den Unterschied.
Akustik in der neuen Beethovenhalle.
Akustik in der neuen Beethovenhalle.


Die Akustik in der neuen Beethovenhalle ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines akustischen Gesamtkonzepts. Im Rahmen der Sanierung wurde jedes Detail geplant: mit Simulationen, Probekonzerten, Probeaufnahmen und sogar einem maßstabsgetreuen Modell des Großen Saals. Ziel war der ursprüngliche Klang der 1950er Jahre – mit allem, was einen modernen Veranstaltungsort auszeichnet. Vom Ergebnis profitieren heute Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltende, vor allem aber das Publikum.
Schon in den 1950er Jahren arbeiteten Architekt Siegfried Wolske und der Akustiker Erwin Meier eng zusammen, um einen Saal mit außergewöhnlicher Klangqualität zu schaffen. Über Jahre hinweg entwickelten sie gemeinsam die Form der Decke, die Materialität der Wandflächen und die gesamte Geometrie des Raums. Im Mittelpunkt stand immer die Frage: Wie muss ein Saal gebaut sein, damit Musik lebendig klingt – und Sprache überall verständlich bleibt? Diese Idee prägt die Beethovenhalle, insbesondere den Großen Saal bis heute.

Im Zuge der Sanierung sollte die ursprüngliche Akustik wiederhergestellt werden. Gleichzeitig sollte die neue Beethovenhalle alle Ansprüche an eine moderne, zukunftsfähige Veranstaltungslocation erfüllen. Deshalb sind die folgenden Maßnahmen umgesetzt worden:

Viele technische Neuerungen nach der Sanierung bleiben für Besucherinnen und Besucher unsichtbar. Hinter den Wandverkleidungen verlaufen heute Lüftung, Alarmierung, Lautsprecher und Medientechnik. Auch die Decke wurde für moderne Anforderungen weiterentwickelt: Zusätzliche Öffnungen ermöglichen die flexible Nutzung von Traversen, Licht, Lautsprechern und Mikrofonen. So bleibt insbesondere der Große Saal vielseitig nutzbar – ohne Kompromisse bei der Akustik.

Die freischwebende Akustikdecke ist eines der markantesten Elemente des Großen Saals. Sie hängt an tausenden Drahtaufhängern unter dem Dachtragwerk und berührt keine Wand. Dadurch kann sie minimal mitschwingen und trägt zur akustischen Entkopplung des Raums bei. Gleichzeitig verbessert ihre besondere Form die Verteilung des Schalls. Im Zuge der Sanierung wurde die Decke vollständig restauriert. Beschädigte Elemente konnten anhand originaler Gussformen originalgetreu nachgebaut werden.

Der Große Saal steht für viele im Mittelpunkt der Beethovenhalle – dabei er ist nicht der einzige Raum mit besonderen akustischen Qualitäten. Auch das Studio, der Kammermusiksaal und andere Veranstaltungsflächen wurden im Zuge der Sanierung technisch und akustisch weiterentwickelt. Je nach Nutzung entstehen so unterschiedliche Klangräume: für klassische Musik, Vorträge, Tagungen, Empfänge oder kleinere Bühnenformate. Die Beethovenhalle bietet damit für nahezu jede Veranstaltungsart den passenden Rahmen. Mit einer Akustik, die immer auf den jeweiligen Raum abgestimmt ist.
